Hospizmitteilungen
Hier finden Sie ältere Ausgaben unserer Hospizmitteilungen, die wir an unsere Mitglieder, Spender und Sponsoren sowie Interessierte verschicken, zum Download!
AUFBAUKURS 2012
Neuer Aufbaukurs „Sterbende begleiten“ beginnt im Januar
„Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen. Er muss darauf vertrauen können, dass er in seiner letzten Lebensphase mit seinen Vorstellungen, Wünschen und Werten respektiert wird und dass Entscheidungen unter Achtung seines Willens getroffen werden. Familiäre und professionelle Hilfe sowie die ehrenamtliche Tätigkeit unterstützen dieses Anliegen.“ Dieser erste Leitsatz aus der `Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland´liegt dem Aufbaukurs „Sterbende begleiten“ zugrunde, den der Hospizverein ab Samstag, 21. Januar 2012 für ehrenamtlich tätige Frauen und Männer anbietet.
An fünf Studientagen geht es um die Themen:
*Schmerzen lindern – Möglichkeiten der Palliativmedizin, Palliativpflege;
*Hospizlich-palliative Versorgung und Begleitung im Westerwaldkreis – ambulant und stationär;
*„Das letzte Hemd ist bunt“ – Aspekte einer würdigen Bestattungskultur
*Mit Trauer leben lernen – ein heilsamer Prozess
*Medizinisch-ethische Fragen rund um die Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht
*Haltung und Motivation in der Sterbebegleitung
Weiteres ist in der Geschäftsstelle zu erfahren!
Abschlusstag des 14. Grundkurses am 3. Dezember 2011
12. Westerwälder Hospiztag "Alles andere als friedlich..."
Wut und Ärger am Krankenbett
Eine Referentin, die sehr lebhaft und aufwühlend von Situationen aus der Pflege berichtete, begeisterte ihre Zuhörer am 12. Westerwälder Hospiztag! Ellen Scherrer, die das Hospiz am Ev. Krankenhaus Düsseldorf aufbaute und viele Jahre leitete, ging auf Krisensituationen ein, die in der Begleitung von Menschen in schwerer Krankheit und besonders in der letzten Lebensphase oftmals entstehen.
Schwerkranke und Sterbende reagieren verzweifelt, oft wütend darüber, hilflos und auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Sie wenden ihre Aggression gegen die, die "das Beste wollen, aber offenbar nicht das Richtige tun". Was quält den Kranken - wo liegt die Ursache für sein Verhalten? Was kann den Begleitern helfen, in dieser Situation nicht die Geduld zu verlieren? Wie kann ich mich auf den anderen einstellen ohne mich selbst aus den Augen zu verlieren?
Bereits Scherrers erste Frage: "Möchten Sie gerne von sich gepflegt werden? Falls Sie nicht pflegen wollen, begründen Sie es bitte." ließ die Besucher hitzig diskutieren. Und ans "Eingemachte" ging es mit den Fragen zu Wut und Ärger, die sie dann stellte: Wie fühlen Sie sich, wenn sie schwach und krank sind? Ändert das ihr Verhalten gegenüber ihrem Angehörigen? Sagen Sie was Sie denken? Lassen Sie sich gerne helfen? Helfen Sie lieber anderen? ...
Scherrer: "Wenn sie annehmen, weder Fantasie noch Humor in ausreichendem Maß zu haben, vermeiden sie, wenn irgend möglich, die Pflege eines Angehörigen. Das muß schief gehen! Haben Sie Mut, Entscheidungen zu treffen! Entscheiden Sie sich für das Eine und gegen das Andere!"
Ein kurzweiliger Vortrag mit vielen Denkanstößen! Danke dafür!
Benefizkonzert
Ein voller Erfolg war das Konzert der BIG BAND BODEN in der Stadthalle in Ransbach-Baumbach. Vor allem sprang der Funke der mit Freude spielenden Band sofort über. Gut so, denn glückliche Menschen geben gerne: der Erlös des Konzertes war bestimmt für die Hospizarbeit im Westerwald.
Unter der souveränen Leitung von Dr. Klaus Herz spielte das Ensemble unter anderem Stücke von Count Basie und Maynard Fergusson. Eine besondere Überraschung waren aber die vielen Gesangsdarbietungen. So gewann Thea Gharibian, die Verstärkung aus Wiesbaden, mit „Que sera, sera“ und „Night like this“ die Herzen der Zuhörer, Olaf Schwickert überzeugte mit seinen Liedern von Udo Jürgens und Frank Sinatra und Dr. Volker Classen mit der rauh-warmen Stimme von Bill Ramsey und Louis Armstrong – ein Hörgenuss! Nach zweieinhalb Stunden Musik zum mits(w)ingen „durfte“ die BIG BAND BODEN endlich nach einigen Zugaben völlig durchschwitzt - und das nicht nur wegen des heißen Wetters - aufhören.
Dr. Björn Mirow, zweiter Vorsitzender des Hospizvereins Westerwald e.V., dankte herzlich für das Engagement eines jeden einzelnen Musikers für die Hospizarbeit und bestätigte: „Das war Spitze!“. Da schon der Eintritt frei war, bat er, beim Hinausgehen doch etwas in die bereit stehenden Spendenboxen zu werfen.
Noch während der Aufräumarbeiten wurde fleißig Geld gezählt. Sage und schreiben 1.809,95 Euro kamen zusammen! Das Geld trägt mit dazu bei, die ehrenamtlich arbeitenden Hospizbegleiter zu schulen. Olaf Schwickert, 1. Vorsitzender der BIG BAND , Michael Merz, Bürgermeister der Stadt und Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach, Sigrid Schütte, Petra Rickes, Dr. Björn MIrow, Ute Flugel (alle Hospizverein) sowie Dr. Klaus Herz als musikalischer Leiter der BIG BAND BODEN freuten sich über den Erfolg!
Danke
Sage und schreibe eine Spende von 1.500 Euro konnte die Gruppe „Round the Corner“ dem Hospizverein Westerwald e.V. überreichen! Benefiz-Blues in Elgendorf, (k)ein Wagnis für die sympathischen Hobbymusiker. Anlässlich ihres 10-jährigen Bestehens waren sie „in concert with friends“, die „Gallow Nails“ und July Failure spielten für den guten Zweck mit. Über 150 Besucher unterstützten mit ihrem Eintritt und Verzehr die Hospizarbeit im Westerwald, so dass diese namhafte Summe zustande kam. Herzlichen Dank an die Gruppe – für die harmonische Zusammenarbeit im Vorfeld, das tolle Konzert und nicht zuletzt für diese enorme Spende!
Foto vlnr.: Heinz-Peter Rüffin (Vorsitzender), Michaele Gerz (ehrenamtliche Mitarbeiterin), Sigrid Schütte (Koordinatorin), Tim Hommrich, Michael Lohr, Jürgen Gerz, Thomas Hoffmann, Claudius Castor, es fehlt Torsten Bahnesky (alle „Round the Corner“)
Mitarbeitertreffen vom 17. Januar 2011
Einen Rückblick auf die Mitarbeitertreffen und Begleitungen in 2010 gaben Hospizfachkraft Christine Schmidt und Koordinatorin Sigrid Schütte an diesem Abend. Insbesondere wurde der Verstorbenen gedacht und auf das Trauerbuch hingewiesen, in dem jeder von uns Begleitete seinen Platz hat.
Mit einem Rollenspiel führten die beiden in das Thema des Abends "Nähe und Distanz in der Begleitung" ein. Die positive Resonanz der ehrenamtlich Mitarbeitenden zeigte wieder auf, wie wichtig diese Abende des Austauschs sind!
Adventsfeier 2010
Trotz heftigen Schneefalls kamen viele Mitglieder und Mitarbeiter zur Adventsfeier ins Aloysia Löwenfels Haus in Dernbach. Ihnen dankte unser Vorsitzender Heinz-Peter Rüffin herzlich für die Unterstützung im letzten Jahr und gab folgendes Gedicht mit auf den Weg:
„Eigentlich
ist es
ganz anders“
Gott will nichts
von uns
was wir
nicht können
nicht haben
nicht sind
er will
dass wir das
was er uns
gegeben hat
im Überfluss gegeben hat
weitergeben
dass wir
von dem
abgeben
was wir können
was wir haben
was wir sind
eigentlich
ist das
ja wohl
nicht
zuviel
verlangt
ein paar Minuten Zuhören
eine Lampe anschließen
einen Brief schreiben
einen Gruß mitgeben
jemanden in den Arm nehmen
keine Antworten auf eine SMS erwarten
weil Gott uns
an seinem Überfluss teilhaben lässt:
LIEBE
Andrea Schwarz in "Eigentlich ist Weihnachten ganz anders", Herder Verlag 2007
Eine Spende von 200 Euro übergab Ulrike Girmann von den "Itzinger Aubachhexen". Mit 4.200 Euro unterstützte die Eduard Bay Stiftung unsere Arbeit. Und auch unser Mitglied Dr. Cherdron spendete einen namhaften Betrag. Ihnen allen sei ein ganz herzliches Dankeschön gesagt.
Grundkurs 2010
Inzwischen endete der Grundkurs "Zur Begleitung Schwerstkranker und Sterbender befähigen". Hier ein Foto der Teilnehmerinnen, die sich zum größten Teil auch für den Aufbaukurs angemeldet haben und danach als ehrenamtliche Hospizmitarbeiter eingesetzt werden können.
Seelenbretter - Ausstellung 1. - 21.11.2010
Eine äußerst erfreuliche Beteiligung erfuhren die Rahmenveranstaltungen rund um die Themen Sterben, Tod und Trauer.
Über 500 Menschen kamen zu den Aufführungen und Vorträgen – die Besucher der Ausstellung in der Pfarrkirche St. Peter in Ketten und auf dem Friedhof noch nicht mitgezählt! Durchgängige Meinung „Einfach toll – bleiben die stehen?“
Und auch diejenigen, die im Workshop mit der Künstlerin Bali Tollak ein eigenes Seelenbrett malten, waren
begeistert:
„Eine fast meditative Erfahrung, unglaublich beruhigend ...“
Ein ganz herzliches DANKESCHÖN an die Mitarbeiter der katholischen Pfarreien im Pastoralen Raum Montabaur für die gute Organisation und fruchtbare Zusammenarbeit!
Mitarbeitertreffen am 6. September 2010
Die Einführung der neuen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, die von Herbst 2009 bis Sommer 2010 den Grund- und Aufbaukurs "Zur Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen befähigen" besuchten, fand in netter Atmosphäre im Aloysia Löwenfels Haus in Dernbach statt. Deutlich wurde die Verknüpfung aller im Hospizdienst Tätigen herausgestellt - aber auch, dass dieser Kreis nicht geschlossen, sondern offen ist für weitere engagierte Menschen...
"Im Angesicht des Todes, wenn es so weit sein wird mit mir, brauche ich den Engel in dir." Mit diesem Gedicht von Friedrich Karl Barth und einem kleinen Specksteinengel begrüßte der Hospizverein seine neuen MitarbeiterInnen.
250. Mitglied
Mit einem Blumenstrauß wurde Antje Habermeier aus Siershahn im September 2010 als 250. Mitglied im Hospizverein Westerwald begrüßt. „Wir sind froh über jede Frau und jeden Mann, die unseren Dienst mittragen und fördern“, zeigten sich unser Vorsitzender Heinz-Peter Rüffin, sein Stellvertreter Dr. Björn Mirow und Christine Schmidt, Hospiz-Einsatzleiterin bei der Aufnahme erfreut. Frau Habermeier hatte nach dem plötzlichen und unerwarteten Tod ihres Ehemannes durch die Trauergruppe und Begleitung des Hospizvereins neue Lebenskraft gewonnen. „Und da dachte ich: man gibt so viel Geld für allerlei Unsinniges aus. Da kannst du mit 3 Euro im Monat lieber das segensreiche Wirken der Hospizbewegung im Westerwald unterstützen“, erklärte das neue Mitglied.
Jahresausflug ins "Haus der menschlichen Begleitung"
Jahresausflug am 24. Juni 2010 des Hospizvereins Westerwald e.V. nach Bergisch Gladbach ins „Haus der menschlichen Begleitung“, Pütz-Roth Bestattungen und Trauerbegleitung
Der für ein Bestattungshaus eher ungewöhnliche Rahmen ist Ausdruck der Überzeugungen, die hinter Roths Engagement an der Schnittstelle zwischen Leben und Tod stehen: Trauer braucht eine Heimat, Vertrautheit und Nähe; Trauernde einen Ort, der durch Geborgenheit und Wärme dazu beiträgt, die erforderliche Auseinandersetzung mit dem Tod und den Beginn des Trauerprozesses zu ermöglichen.
So ähnelt das 'Haus der menschlichen Begleitung' dann auch mehr einem "Landhotel der Seele" als einem Bestattungshaus. Tod und Trauer werden hier erfahrbar gemacht und in Lebensräume zurück geholt: aus der Sterilität von Totenkammern und Friedhofskapellen in eine Umgebung, wo das Leben zu Hause ist.
Nicht der Tote steht im Zentrum seiner Bemühungen - es sind die Hinterbliebenen, denen er einen hilfreichen, ausgiebigen Abschied vom Verstorbenen ermöglichen will. Sie sollen den Tod sinnlich, emotional und real wahrnehmen - durch einen engen Kontakt mit dem Toten. In seiner Trauerakademie arbeitet Fritz Roth an der Realisierung seiner Visionen.
Sehr eindrucksvoll stellte Fritz Roth seine Bestattungsphilosophie den über 50 mitgereisten Mitarbeitern, Mitgliedern und Interessierten des Hospizvereins vor. Man merkte, dass in diesem Haus „mit Herz und Seele“ gearbeitet wird. In seinen empathischen Ausführungen stachen immer wieder die Worte „Trauer ist Liebe“ hervor – und genauso tiefgehend darf und soll sie auch gelebt werden!
Authentisch und mit rheinisch-bergischen Zitaten gespickt erzählte Roth, wie er lieb gewonnene Rituale wieder aufleben lassen möchte: „Nicht nur zur Karnevalszeit oder während der Fußballweltmeisterschaft will ich Umzüge und Autokorsos auf den Straßen sehen, nein, auch Leichenzüge gehören dahin! Der Tod gehört mitten ins Leben!“
Nach dem Gang durch den „Pfad der Sehnsucht“ und die „Gärten der Bestattung“, in dem sowohl Grab als auch Begräbnis frei von behördlichen Regeln individuell gestaltet werden können, ging es für die angeregt Gedanken Austauschenden weiter nach Herrenstrunden in die Malteser Komturei. Hier klang der Nachmittag bei einer „Bergischen Kaffeetafel“ und netten Unterhaltungen aus.
Viele Mitgereiste kamen zu dem Schluss, dass Bergisch Gladbach doch gar nicht so weit weg ist vom Westerwald und man durchaus demnächst noch einmal hinreisen wird!
BERLIN war eine Reise wert ...
Vom 6. bis 9. Juni nahmen 29 Mitarbeitende unseres Hospizvereins auf Initiative des MdB Hörster an einer politischen Informationstagung in Berlin teil, zu der das Bundespresseamt eingeladen hatte. Sie erhielten während dieser Tage einen umfassenden Einblick in die Arbeitsweise von Bundestag und Bundesrat sowie in die Aufgaben der beiden Ministerien (Familie/Senioren, Frauen und Jugend sowie Arbeit und Soziales).
Bei zwei Stadtrundfahrten und einer Schiffstour auf der Spree lernten sie zahlreiche Berliner Sehenswürdigkeiten und Einrichtungen kennen. Dank Herrn Bartels, der vom Bundespresseamt als Reisebegleiter zur Verfügung gestellt wurde, ist den Berlin- Reisenden jetzt auch klar, was mit „Erichs Lampenladen“, „Hohler Zahn“ und „Goldelse“ gemeint ist (nämlich der inzwischen abgerissene Palast der Republik, die Gedächtniskirche und die Viktoria auf der Siegessäule).
Nachdenklich wurden die Teilnehmenden beim Besuch der ehemaligen Zentralen Untersuchungshaftanstalt der Stasi in Hohenschönhausen – geführt durch einen ehemaligen Insassen.
MdB Joachim Hörster informierte unsere Mitarbeitenden über seine vielfältigen Aufgaben als Abgeordneter und ließ es sich nicht nehmen, den Kontakt zu uns während eines Abendessens zu vertiefen.
Der Besuch des Holocoust-Denkmals sowie der Ausstellung im Deutschen Dom zur Entwicklung der parlamentarischen Demokratie gaben weitere Einblicke in unsere Geschichte.
Zum Abschluss dieser Reise erläuterte MdB Marlene Rupprecht, Vorsitzende des Interfraktionellen Arbeitskreises Hospiz und Palliativmedizin, die gesetzlichen Regelungen zur Versorgung und Begleitung der Menschen in der letzten Lebensphase. Festzustellen ist, dass Gesetze und deren Umsetzung leider zwei verschiedene Paar Schuhe sind ...
Den Teilnehmenden bleibt zum Schluss, Herrn Joachim Hörster und seinen Mitarbeitenden im Berliner Büro und im Wahlkreis für diese Bildungsfahrt mit dem inhaltsreichen Programm zu danken!
Mitgliederversammlung am 8. März 2010
40 Mitglieder und Interessierte begrüßte Heinz-Peter Rüffin, 1. Vorsitzender des Hospizverein Westerwald e.V., zur Mitgliederversammlung im Aloysia Löwenfels Haus in Dernbach.
Die Fusion mit dem Hospizverein Altenkirchen e.V. stand als erstes auf der Tagesordnung. Hier legte Dr. John Strehl, stellvertretender Vorsitzender des Hospizvereins Altenkirchen, die Gründe dar, warum von dort aus eine Fusion mit dem Hospizverein Westerwald e.V. angestrebt wird. Verschiedene Kooperationen wie beispielsweise die Grund- und Aufbaukurse zur „Befähigung zur Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen“ sowie der „grenzüberschreitende“ Einsatz der Ehrenamtlichen im Hachenburger und Altenkirchener Raum bestehen bereits.
Es wurde beschlossen, dass der Vorstand des Hospizvereins Westerwald e.V. mit der Gesprächsaufnahme im Hinblick auf eine Fusion mit dem Hospizverein Altenkirchen e.V. beauftragt wird.
Schatzmeister Dr. Andreas Wechsung berichtete über das Kassenjahr 2009 und legte den Haushaltsplan für 2010 vor. Dank vieler Spender und Sponsoren, wobei insbesondere die Eduard-Bay-Stiftung die Ziele des Vereins tatkräftig unterstützt, konnte wieder eine solide Finanzlage aufgewiesen werden. Damit ist die kostenfreie Beratung und Begleitung schwerstkranker sterbender Menschen sowie die Ausbildung der Hospiz- und Trauerbegleiter wieder ein Stück weit abgesichert.
Die Kassenprüfer Rosemarie Cherdron und Franz-Josef Kaiser bescheinigten die einwandfreie Buchführung, so dass der Schatzmeister und Vorstand einstimmig entlastet wurden.
Rüffin berichtete von der stetig steigenden Akzeptanz der hospizlichen Begleitung von schwerstkranken, sterbenden Menschen und ihrer Angehörigen. In 2009 wurden 100 Menschen begleitet; über 900 Stunden Zeit schenkten die ehrenamtlichen Mitarbeiter und legten rund 16.000 Kilometer dafür zurück. Dazu kamen rund 170 Beratungsgespräche in Sachen Patientenverfügung, Schmerzen und schmerzlindernder Pflege.
Die gute Arbeit des bisherigen Vorstandes wurde von der Mitgliederversammlung einhellig gelobt. Sie bestätigte sich auch bei den Neuwahlen: lediglich eine Beisitzerin musste aufgrund ihres Dienstverhältnisses mit dem Hospizverein aus dem Vorstand ausscheiden. Neu zur Beisitzerin wurde Maria Groß aus Rückeroth gewählt. Ansonsten wurde Heinz-Peter Rüffin, Holler, als erster Vorsitzender bestätigt, Dr. Björn Mirow aus Ransbach-Baumbach übernimmt wieder den stellvertretenden Vorsitz, Dr. Andreas Wechsung, Montabaur, fungiert weiterhin als Schatzmeister und auch die Beisitzerinnen Annette Keßler, Willmenrod, Ute Flugel, Untershausen, und Rita Schneider, Holler, blieben im Amt. Als Kassenprüferinnen stellten sich Rosemaie Cherdron, Montabaur, und Petra Baaden, Ransbach-Baumbach, zur Verfügung.
Ein herzlicher Dank ging an die Mitglieder, die den Verein seit 10 Jahren unterstützen und vor allem auch an die Ehrenamtlichen, ohne die diese Arbeit so nicht möglich wäre.
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